Thursday, January 27, 2011

Sprechen Sie Deutsch?

Although my last name is Henken, I do not read (or speak) German.  However, the following very brief translation of the attached article drew my attention.  Can anyone help me find an English version of the article or verify what this snapshot translation says?

"German newspaper Die Welt covers cables re: Cuba and U.S.  My associate Kevin Gosztola reports that the Google translaton:

"Cuba seeks 'normal relations' with U.S. Raul Castro quoted saying, 'The snappy sarcastic language of the older Castro is really a personal rage and do not necessarily reflect the real state of US-Cuban relations. The diplomats reported that critical bloggers are now considered to be the 'most serious challenge to the regime:'' The old dissident groups have been largely isolated from the rest of the island - they have no resonance in Cuba and only a limited international response."


Wikileaks-Enthüllung - Author: Hildegard Stausberg, 22.01.2011
 
Castros Kuba und die USA – eine heimliche Liebe?
 
Wenn man die US-Depeschen liest, wirkt die Beziehung der offiziellen Todfeinde vielversprechend. Kuba sucht seine Feinde eher im Innern.

In welche Richtung entwickelt sich das kubanische Regime? Es versucht, alles zusammenzuhalten, und lässt sich deshalb in Händel ein mit ausländischen Regierungen und Unternehmen, um die Taschen seiner wenigen Privilegierten zu füllen und um so an der Macht zu bleiben“. Über dem Beitrag steht „US Interests Section Havanna (USINT)“ – und natürlich „Secret“. Seit fast 50 Jahren haben die Amerikaner keine offizielle Botschaft mehr in Havanna.

In internationalen Rechtsfragen nimmt die Botschaft der Schweiz die amerikanischen Interessen wahr. Und es gibt die „Interests Section“ – eine amerikanische Abteilung innerhalb der Schweizer Botschaft, die sich offiziell vor allem um praktische Fragen kümmert. Sie ist die einzige diplomatische Präsenz Washingtons auf Kuba. Und natürlich beobachtet sie, so gut es geht, was im kommunistischen Inselregime vor sich geht – und sie pflegt ein Netz von Kontakten zum Regime, das weitaus enger ist, als die öffentlich kultivierte Todfeindschaft ahnen lässt.

Die Gebrüder Castro
Das zeigen geheime Dokumente aus der diplomatischen Kommunikation der Interests Section, die "Welt Online" vorliegen. Sie stammen aus dem Konvolut von etwa 250.000 Depeschen, das der Enthüllungsplattform Wikileaks zugespielt wurde und das diese zusammen mit ihren Medienpartnern, darunter der „New York Times“ und dem „Spiegel“, nur zu einem Bruchteil veröffentlicht hat. Nun hat auch eine zweite Gruppe von Medien unter Führung der norwegischen Zeitung „Aftenposten“ Zugang zu dem Material erhalten – darunter die Zeitung "Die Welt" und "Welt Online"– und wertet es aus, ohne dabei auf die Genehmigung von Wikileaks-Chef Assange angewiesen zu sein.

Spannend ist vor allem die Einschätzung der Gebrüder Castro, also des greisen Revolutionsführers Fidel und seines einige Jahre jüngeren Bruders Raúl. Im Sommer 2006 hatte der damals schwer kranke Fidel die Regierungsgeschäfte an Raúl übergeben. „Raúls Leute müssen in ziemlich kurzer Zeit Ergebnisse produzieren, wenn sie das verhindern wollen, was Kardinal Jaime Ortega als ,Ungeduld des Mobs‘ beschreibt. Und das ist eben der unerbittliche Druck zur Veränderung.“ Das sei ein Grund, warum sich Raúl eine Annäherung an Brasilien und Mexiko wünsche. „Das könnte dazu beitragen, Kuba aus der einseitigen Anbindung an Venezuela zu befreien.“

Offenbar erinnert Raúl die Amerikaner an Gorbatschow
Und gerade da sehen die Amerikaner einen Unterschied zwischen den beiden Castros: „Fidel war mit Chávez als wichtigstem Partner zufrieden. Raúl sieht sich eindeutig anderweitig um und – obwohl er die ganze Zeit beteuert, dass das nicht der Fall sei, – hat er dennoch ein anderes Ziel: einen Modus Vivendi mit den Vereinigten Staaten.“ Mehr noch – „für jemanden, der nur einmal in der Vereinigten Staaten war – 1960 in Houston – ist die Obsession Raúls mit den Vereinigten Staaten ungewöhnlich:

Sein Wunsch nach normalen Beziehungen zu den Vereinigten Staaten ist jedenfalls – neben aller anderen offiziellen Rhetorik – real.“ Offenbar erinnert Raúl die Amerikaner an Gorbatschow: „Auf jeden Fall wird er ein bisschen Perestroika im Wirtschaftsbereich suchen.“ Doch noch sei die „Gerontokratie“ – die Herrscherklasse der Alten – nicht vollständig entmachtet. Dazu gehört noch immer Fidel: „Die bissig sarkastische Sprache des älteren Castro ist eigentlich eine persönliche Raserei, die nicht notwendigerweise den realen Stand der amerikanisch-kubanischen Beziehungen widerspiegelt.“

Seine Feinde sucht das Regime ohnehin eher im Innern. Die Diplomaten berichten, dass kritische Blogger mittlerweile als die „ernsteste Herausforderung für das Regime“ eingeschätzt werden: „Die alten Dissidentengruppen sind größtenteils vom Rest der Insel isoliert worden – sie haben keine Resonanz auf Kuba und nur noch ein begrenztes internationales Echo. Dem hingegen ziehen die Blogger die internationale Popularität geradezu an.“ So wird die wachsende Angst des kubanischen Regimes erwähnt, dass die internationale Aufmerksamkeit um die weltbekannte Bloggerin Yoani Sanchez außer Kontrolle geraten könnte.

Mit Vertretern der US-Regierung gibt es hingegen offenbar regelmäßige Gespräche – bei monatlichen Treffen in Gunatánamo Bay, wo noch immer eine US-Flottenbasis liegt. Die Wikileaks-Unterlagen weisen auf einen teilweise intensiven Austausch bei der Drogenbekämpfung hin. Dabei scheinen die Kubaner sehr wohl zu versuchen, den Drogenkonsum auf der Insel zumindest unter Kontrolle zu behalten. Bei den Amerikanern beschweren sie sich über die angeblich fehlende Bereitschaft der Regierung von Jamaika, den Drogenfluss in die Bahamas und die USA zu unterbrechen. An anderer Stelle wird Washington vorgeworfen, nach Kuba reisende Amerikaner bei der Ausreise nicht genügend zu kontrollieren: So seien Drogen aus den Vereinigten Staaten nach Kuba geschleust worden, zum Beispiel in Druckerpatronen.

Berichte über spontane Proteste
Ansonsten scheinen sich die Kubaner gerne zu beklagen: „Alle Repräsentanten der kubanischen Regierung wiederholen immer wieder, dass der Zustand der kubanisch-amerikanischen Beziehungen ein Fehler der Amerikaner sei und dass es völlig an Amerika liege, wie sich diese weiter entwickelten.“ Dabei seien die Menschenrechtsfrage und andere Forderungen der Amerikaner, wie mehr Demokratie, etwas, was für die kubanischen Regierungsbeamten überhaupt nicht infrage komme: „Das allein zu erwähnen führt normalerweise zum sofortigen Abbruch jedes Gespräches.“

Dass es zu Revolten kommen könnte, halten die Diplomaten für unwahrscheinlich: „Es gibt Berichte über spontane Proteste. Aber die kubanische Regierung tut alles, um Berichte darüber zu verhindern. Es ist möglich, aber unwahrscheinlich, dass solche Demonstrationen in Gewalt umschlagen und sich im Land ausbreiten könnten.“ Am Fall des für ein Jahr von August 2005 bis August 2006 eingekerkerten kubanischen Journalisten Albert Dubochet Hernandez erkennt man das engmaschige Sicherheitssystem des kubanischen Staates:

Er hatte gegenüber Radio Marti in Miami bestätigt, dass in einem Vorort Havannas eine Bombe im Büro der Kommunistischen Partei explodierte. Sofort danach wurde er verhaftet und ins Gefängnis geworfen. Dort organisiere das Wachpersonal gegen Zahlung von 50 Zigarettenpäckchen gerne auch mal den Besuch einer Prostituierten.

Korruption als allgemein akzeptierte Überlebensstrategie
Ähnlich gehe es in der Wirtschaft zu: „Korruption ist in Kuba eine allgemein akzeptierte Überlebensstrategie“, schreiben die Amerikaner. Ein westlicher Geschäftsmann sage: „Die Kubaner sind an harte Arbeit nicht mehr gewöhnt“, und Chinas Botschafter habe gesagt: „Die kubanische Arbeitsmoral ähnelt derjenigen im China der 80er-Jahre: Die Leute kommen und gehen, wann sie wollen.“ Als die chinesische Botschaft einer Generalüberholung unterworfen werden musste, ließ sie lieber Arbeiter aus China kommen.

Vielleicht gibt es auch noch schlimmere Gastarbeiter auf Kuba: „Wir haben verlässliche Berichte über die Präsenz der kolumbianischen Guerillaorganisationen ELN und Farc, ebenso wie die Anwesenheit von spanischen Eta-Mitgliedern in Havanna.“ Die kubanische Regierung lasse ihnen medizinische Betreuung „und andere Dienstleistungen“ zukommen. Es stehe außer Frage, dass „die kubanische Regierung Einfluss hat auf die Farc“. Allerdings, so die US-Diplomaten, lasse die kubanische Regierung nicht zu, dass von ihrem Boden aus amerikafeindliche Kräfte arbeiteten: „Die Regierung versucht alles zu vermeiden, was den Vereinigten Staaten einen Anlass dafür gäbe, Antiterroraktivitäten gegen Kuba einzuleiten.“

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